KASCHKASCH – das Design-Duo um Florian Kallus und Sebastian Schneider – steht für charakterstarkes, funktionales Design mit einem Gespür für klare Formen und innovative Lösungen. Seit 2011 verbinden die beiden ihre handwerkliche Erfahrung als Tischler mit ihrem Know-how als Produktdesigner und hinterfragen dabei immer wieder bestehende Konventionen.
Im Interview geben Florian und Sebastian Einblicke in die Philosophie und Arbeit von KASCHKASCH und verraten auch, worin die größte Herausforderung beim Designen einer Garderobe liegt und warum die Garderobe WANDA ein Chamäleon im Raum ist.

Wie ist es zu der Zusammenarbeit mit Metallbude gekommen?
Florian: „Über einen gemeinsamen Bekannten, der zu mir meinte: Kennst du eigentlich Metallbude? Ich so: Ja klar! Daraufhin hat er mir die Handynummer von Dennis geschickt und los ging’s.“
Wie würdet ihr eure persönliche Designphilosophie beschreiben?
Florian: „Wir sind im Gestaltungsprozess immer auf der Suche nach einer gelungenen Balance zwischen Funktion und Ästhetik. Für uns geht es darum eine Idee auf ihren Kern herunterzubrechen und zu einem Produkt werden zu lassen.“
Sebastian: „Wir beschäftigen uns im Gestaltungsprozess oft mit der Herausforderung, reduzierte Ideen oder Produkte trotzdem emotional wirken zu lassen. Ich persönlich mag es, wenn Produkte mehrere Ebenen haben. Wenn es Dinge zu entdecken gibt oder einen gewissen Überraschungsmoment.“

Was zeichnet gutes Interior-Design eurer Meinung nach aus und welche Kriterien muss ein Produktdesign erfüllen, um als gelungen zu gelten?
Florian: „Eine gute Raumgestaltung besteht aus sehr vielen Elementen – für mich sind die wichtigsten Material, Oberfläche und Licht. Ein gut gestaltetes Möbel hingegen ist entweder wie ein Chamäleon (passt sich dem Raum an und nimmt sich zurück) oder dominiert diesen und gibt ihm Charakter.“
Wo findet ihr die Inspiration für eure Arbeit?
Florian: „Die oft gestellt Frage! Inspiration kann so ziemlich alles sein: Ein Gespräch, ein Detail ob auf einer Baustelle oder in der Architektur … auch in der Kunst oder Musik finde ich Inspiration.“
Sebastian: „… im Studio. Ich habe den Eindruck, wir inspirieren uns ziemlich oft gegenseitig hier.“

Beschreibt mal das perfekte Interior-Szenario, in dem ihr WANDA inszenieren würdet.
Florian: „Für mich ist WANDA das perfekte Flur- bzw. Eingangsmöbel. Es ist skulptural, jung, vielseitig und hochfunktional. Ich sehe es im Flur einer jungen Familie genauso wie in einem Loft oder auch im Eingangsbereich eines Büros oder einer Agentur. Auch im Hotelzimmer ist Wanda sicherlich eine gute Wahl.“

Erzählt uns mehr über WANDA:
Sebastian: „Ich persönlich finde bei Garderoben ist es die Herausforderung ein Produkt zu gestalten, das sowohl vollgehangen gut aussieht als auch komplett leer. Das war im Prinzip unser Startschuss für WANDA. Wir haben mit dem Drahtgeflecht eine grafische Struktur geschaffen, die filigran und leicht ist und mit definiertem Abstand vor der Wand schwebt. Ich bin jedes Mal wieder überrascht, wie funktional WANDA ist. Sie hat so viele Möglichkeiten verschiedene Dinge aufzuhängen und dennoch schreit sie nicht: schaut her, ich bin so funktional.“







Homestory: Architektenhaus von Ronja Rupalla